"La experiencia es un billete de lotería comprado después del sorteo."

Vuelto

19. August 2009 · 2 Kommentare

Ich bin wieder zurueck in Deutschland. Seit dem 16.8.2009 abends. Angekommen bin ich noch nicht.

Aber nach und nach werdet ihr von mir hoeren und mich sehen.

Bis bald!

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Continuación

11. August 2009 · Kommentar schreiben

So, nun ist der Zeitpunkt, an dem ich zur Fortsetzung komme.

Ueber unsere Aufgaben waehrend der trabajos: Zum einen wurden wieder „mediaguas“ gebaut, allerdings insgesamt nur drei, eins pro „cuadrilla“ (Bautrupp, normalerweise sind es drei pro cuadrilla) und zusaetzlich eine Bibliothek und ein Versammlungshaus. Und dann gingen wir das Wasserproblem an. So stellten wir insgesamt sechs Plattformen auf, auf welche Wassertanks von einer Kapazitaet zwischen 600 und 1000 Litern erhoeht gestellt wurden, damit die pobladores Trinkwasser bekommen, welches mit Druck aus der Leitung kommt. Diese Tanks werden wie bereits beschrieben, vom Laster aufgefuellt. Anders verhaelt es sich mit vier grossen (ich schaetze, jeweils 20.000 Liter fassende) Wassertanks, die auf dem Berg stehen. Dorthin wird das Wasser vom Fluss im Tal aus hochgepumpt, das Problem war allerdings, dass jenes Wasser dort nicht ankam, da die Leitung zu viele Ausgaenge zu den Haeusern hatte. Daher mussten wir von der Pumpe ausgehend einen „By-pass“ konstruieren, welcher keine Ausgaenge hat, damit der Druck der Pumpe ausreichte. Ja, und um diese Bypass-Leitung zu legen war nun in erster Linie das Ziehen eines Grabens die Aufgabe, und zwar von beinahe 500 Metern Laenge! Eine Schufterei von vier Tagen, Spitzhacke, Schaufel, Erde, Eisenstange, Staub, Schaufel, Hacke, Massband, wieder ein Stein im Weg. Das Schlimmste war ein Stein, oder sagen wir besser, kleiner Felsen, von ca. 70 cm Durchmesser und einem unglaublichen Gewicht,  bei dem wir zu fuenft mit Eisenstangen eine Stunde brauchten, ihn aus der Erde herauszuhebeln. Und ueberhaupt war die Arbeit kein Zuckerschlecken, pralle Sonne, die trockene, staubige Erde mit unzaehligen Steinen, von denen die Hacke abprallt und dir einen schmerzhaften Stoss im Arm verpasst. An zwei Abenden konnte ich keine Hacke mehr anheben. Und dennoch war bei allen der Wille da, diesen Graben zu vollenden, denn eines war riesig waehrend den ganzen trabajos: Die Gastfreundlichkeit der pobladores.

Wir wurden unglaublich aufgenommen von der Gemeinschaft „El Jilguero“, tagsueber halfen uns einige beim Arbeiten, kochten uns unglaublich reichhaltige Mittagessen (bei der jede einzelne Kalorie spaeter wieder verheizt wurde) oder unterhielten sich mit uns. Teilten ihre Herkunft, ihre Geschichten, ihre Traeume mit uns. Ich war froh, mich mit ihnen unterhalten zu koennen, jede einzelne Unterhaltung gab mir viele Denkanstoesse.

Einer der schoensten Erinnerungen, die ich von den trabajos mitnahm, war jene an die unglaublichen Kinder und Jugendlichen aus „El Jilguero“. So wie Kinder sein sollten. Kein Fernseher, kein Computer, der sie verdorben hat, sie spielen noch mit ihren Kameraden, gehen auf die Strasse heraus, sind intelligent, offen, friedlich, unvoreingenommen, frei. Sie halfen uns mit unglaublichem Eifer bei der Arbeit (selbst als wir zum Mittagessen gingen), spielten mit uns, brachten uns leckere Krauter, die nach Zitrone schmneckten, zum probieren, bauten mit uns Bloedsinn, zeigten uns die Umgebung – und motivierten uns jedesmal, wenn wir uns hinsetzten, wieder aufzustehen und die Schaufel wieder in die Hand zu nehmen. Auch wenn es sich geschwollen anhoeren mag, war das der groesste und schoenste Lohn, den wir fuer unsere Arbeit bekommen konnten!

Es laesst sich schwer in Worte fassen, was ich bei den trabajos erlebt habe, fuer Einblicke gewonnen habe, nachgedacht habe. Abschliessend moechte ich mit euch den Satz teilen, der mich am meisten ueberraschte, traf, mich sehr zum Denken anregte, von Soledad, als wir ueber unsere Traeume sprachen:

„Mi sueño es ir a Santiago.“

Eine Woche spaeter stieg ich wieder in den Bus ein, der uns Freiwillige nach Santiago zurueckbrachte…

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Pa’ una ciudad del norte yo me fui a trabajar.

7. August 2009 · 2 Kommentare

So. Das ist jetzt aufgrund von begrenzter Zeit nur der Anfang des Berichtes ueber die trabajos de invierno, Fortsetzung folgt.

Wir fuhren also am 17.7. Richtung Vallenar, eine Stadt im Norden Chiles, nahe der Wueste, wo es schon sehr trocken, staubig und tagsueber heiss ist (und das im Winter). Dort, im Vorort „El Jilguero“, welcher aus einigen wenigen Sandstrassen und einfachen Haeusern (ich schaetze mal, so ca. 100) besteht, ist das groesste Problem jenes des Trinkwasserzuganges. Das war die Hauptaufgabe von uns, dieses Problem anzugehen. Denn bei diesen trabajos sollten zum ersten Mal nicht nur Holzhaeuser, die „mediaguas“, gebaut werden, sondern auch nach Region verschiedene „proyectos mínimos“ verwirklicht werden, die die minimalen Beduerfnisse der Leute sicherstellen. In El Jilguero war dies also das Trinkwasser.

Fuer die meisten kommt einmal die Woche der Lastwagen und fuellt die Wassertanks jeder einzelnen Familie auf. Und hier konnten wir schon direkt die Diskriminierung der aermeren Gesellschaftsgruppen an diesem schoenen Beispiel sehen. Oft kommt der Lastwagen einen Tag, zwei Tage, drei Tage zu spaet, nie mit Begruendung. Es gab Wochen, in denen der Laster nicht kam und in diesen Wochen hatten die Menschen dort einfach kein Wasser! Wir hatten fuer die Freiwilligen einen 5000 Liter-Wassertank zur Verfuegung gestellt bekommen. Dieser war eines Tages dann fast leer. Da wurde uns dann auch bewusst, wie wichtig Wasser ist, vor allem, wenn man in praller Sonne den ganzen Tag arbeitet. Es war uebrigens der gleiche Tag, an dem die Leute auf den Wasserlaster warteten, der den Tag davor schon haette kommen sollen. Nun ja, auf jeden Fall genuegte ein Anruf von uns an die Gemeinde und am gleichen Tag war unser Tank wieder voll. Das ist eben auch der Status, der UTPCH in Chile hat, aber man konnte ganz klar sehen (und es wurde uns erzaehlt), dass so ein Aufwand fuer die pobladores (Menschen, die in Campamentos leben) nie getan wird, obwohl das Wasser nun einfach mal ein Grundrecht ist…

Ja, das war ein wichtiges Ereignis, es ist ein so typisches Beispiel  fuer Diskriminierung in Chile, die hier doch leider in vielen Formen stark verbreitet ist.

Nun muss ich unterbrechen, aber die Fortsetzung ueber das, was wir gebaut und gemacht haben, folgt, sobald ich dazu komme.

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A trabajar

17. Juli 2009 · 2 Kommentare

Aufbruchsstimmung. Heute Abend werde ich zu den „Trabajos de invierno“ von UTPCH fahren. Das heisst, wir fahren in den Norden (nach Vallenar, nahe der Atacama-Wueste), um dort „sedes“ (Gemeinschafts- und Klassenhaeuser in den campamentos) und andere Sachen zu bauen. So werden wir auch Holztuerme fuer Wassertanks errichten. Hauptsaechlich freue ich mich aber darauf, noch einmal mit den Familien diese construcciones zu teilen, sich auszutauschen und Erfahrungen sammeln. Und vor allem gehe ich dorthin, um am eigenen Leib zu spueren, wie bitterkalt die Naechte in Mediaguas sind. Nachts werden wir wohl nicht mehr als 5 Grad haben, tagsueber werden wir vor Hitze umkommen.

Zurueck komme ich am 27. und am 28. verlasse ich dann auch schon wieder Santiago, um in Urlaub zu fahren. Gerade bin ich dabei, mein Zimmer freizuraeumen und mich von meinen Freunden zu verabschieden. Daher verabschiede ich mich auch schon wieder. Habt eine gute Zeit!

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Techo a mil

9. Juli 2009 · Kommentar schreiben

Ein messbares Ergebnis… Am Wochenende haben Freiwillige bei der Aktion „Techo a mil“ im ganzen Land Spenden gesammelt. Ich stand am Freitag an einer Kreuzung an der Ampel, wo viele Leute gespendet haben und nicht nur Pesos, auch Laecheln, hat richtig Spass gemacht und die vier Stunden in der Kaelte gingen zwar nicht wie im Flug, aber doch ziemlich schnell vorbei. Samstag ging ich dann mit Freiwilligen aus einem anderen Capamento durch die Strassen, Busse und eine Fussgaengerzone. Leider waren die Leute irgendwie ganz anders drauf, viel weniger herzlich. Und es kam kaum ein Drittel wie am Freitag zusammen. Nun ja, das war aber nur mein eigener Eindruck (und der der Freiwilligen, die Samstag mit mir gingen), insgesamt ist eine Riesenmenge an Geld zusammengekommen, das zum grossen Teil fuer die „Viviendas definitivas“ (siehe „Trabajo„) eingesetzt wird.

In Zahlen: Das Ziel von 2 Milliarden Pesos (2,7 Millionen Euro) wurde erreicht und uebertroffen. Ich hoffe, dass die aermsten Menschen in Chile bald etwas davon spueren koennen.

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Agradecimiento

9. Juli 2009 · Kommentar schreiben

Da bin ich wieder. Schon lange wieder gesund zum Glück. Es war dank Tamiflu dann nach zwei Tagen wieder vorbei. Fit und gesund konnte ich also in die letzten zwei Wochen Arbeit starten. Ja, zwei Wochen nur noch… Ich wusste zwar, dass die letzte Zeit schnell vorbei geht, aber der letzte Monat ist geflogen, war so schnell vorbei, das habe ich nie erwartet.

Und in dieser letzten eit findet man sich wieder dabei zu sein, eine lange Zeit Revue passieren zu lassen. Ich habe sehr viel nachgedacht und bin hauptsaechlich zu dem Schluss gekommen, dass ich die tausende von Eindruecken, die ich in den Campamentos sammeln konnte, zusammen eine riesige Erfahrung bilden, die ich hoffentlich von Deutschland aus im Gedaechtnis – und im Blick, in der taeglichen Anschauung meiner Umgebung – behalten kann, auch wenn dort die Welt so kompett anders aussieht. Und doch fast gleich…

Das ist nun alles seh unspezifisch und auch dies ist eine der Erfahrungen… Dass man ein Campamento gesehen, gehoert, angefasst, gefuehlt haben muss, um zu wissen, was ein Campamento ist.

Neulich konnte ich kurz mit David sprechen, der zur Zeit – auch von Alegro entsendet – in einer Mission in Mosambik arbeitet. Dort ist die Arbeit eine ganz andere Entwicklungshilfe als jene, die ich zu geben versuche. Sie bauten in der letzten Zeit ein neues Seminargebaeude, arbeiten dort auf dem Feld, im Internat. Und dabei kann man sicher sagen, dass ihre Arbeit viele Verbesserungen fuer die Leute bringt, das finde ich klasse! Meinen ganzen Respekt fuer diese oft wohl ziemlich harte Arbeit!

Dazu schrieb mir David, dass er sich wuenscht, bei dieser Arbeit naeher mit den Menschen zusammenzuarbeiten. Persoenlicher. Ich glaube, ich habe hier mit meiner Arbeit in vielen Aspekten genau den gegenteiligen Part, naemlich ebendiese persoenliche Form von „Hilfe“. Bei der ich oft messbare, veranschauliche Ergebnisse vermisse. Und auf der anderen Seite von den Menschen zu spueren bekomme, dass sie meine Arbeit anerkennen und dankbar fuer sie sind. Ich kann nicht behaupten, viel Entwicklungshilfe, wie man sie im klassischen Sinne verstehen mag, geleistet zu haben. Aber ich weiss, dass ich vielen Menschen so viel geholfen habe, indem ich ihnen nur zugehoert habe. Mich von ihnen zum Kaffee habe einladen zu lassen. Mich ihnen angenommen habe. Und das mache ich sehr gerne, wenn auch nur ein Laecheln die Antwort ist.

Einem Kind einen Ball zum Spielen zu geben ist eine gute Tat. Mit dem Kind Ball zu spielen eine weitere. Und das Eine ist so wichtig, so notwendig wie das Andere.

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Todos estamos enfermos

26. Juni 2009 · 5 Kommentare

Krank. Mir kommt es so vor, als ob ganz Chile gerade krank waere. Mein Tutor-Patenkind liegt mit Fieber im Bett und das Campamento „La Esperanza“ hat es seit zwei Wochen fast komplett erwischt (10 Familien). Im Campamento, wo so viele Menschen so eng aufeinander leben und dies unter so schlechten Bedingungen (es wird immer kaelter), ist es nicht verwunderlich, dass sich Krankheiten absolut schnell ausbreiten… Ebensowenig in der Santiagoer Metro oder den Bussen, wo so viele Menschen hustend auf so wenig Platz zusammengepfercht sind. Man sieht immer mehr Leute, vor allem Kinder, mit Masken herumlaufen, immerhin ist Chile auf Platz Nummer vier weltweit, was die Faelle der Schweinegrippe angeht (ueber 5000 Ausbrueche). Nun ja, jetzt hat es auch unsere WG erwischt. Felix und Simon, die beiden Franzosen, sind richtig krank, waren beim Arzt und nehmen nun Medikamente, die gegen Schweinegrippe und Grippe wirken. Des weiteren sitze ich gerade mit Irati aus dem Baskenland hier und wir wetteifern, wer mehr Fieber hat. Habe gerade mit 38,0ºC gegen 38,1ºC knapp verloren. Aber Spass beiseite, mir geht es nicht gut, ich habe seit gestern Kopfschmerzen, einen Husten, der ziemlich unangenehm ist und ausserdem besitzt mein Koerper so ca. null Energie, auch nur irgendeine Bewegung zu machen. Nachher kommt ein Doktor, um uns zu untersuchen, wird wohl ein Medikament verschreiben und fertig. Aber trotzdem ist die Stimmung natuerlich etwas angeschlagen gerade… Ich hoffe nur, dass ich gestern, als es mir schon nicht besonders gut ging, im Campamento keine Kinder angesteckt habe…

Ansonsten war von Montag bis Mittwoch im Parque O’Higgins hier direkty um die Ecke das nationale Trefffen aller Campamento-Praesidenten. War sehr interessant, da wirklich hunderte Leute vom extremsten Norden bis ganz im Sueden von Chile gekommen waren. Interessant ist auch, dass die Praesidenten der Campamentos hauptsaechlich Frauen sind. Sie sind einfach motivierter, organisierter und die Maenner arbeiten meist. Ausserdem spielt meiner Meinung nach auch der chilenische Machismo in dem Punkt eine grosse Rolle…

Die Workshops betreffend gab es am Mittwoch im Kochworkshop neben gefuellten Auberginen (eine Portion ca. 50 Cent) auch ganz konkrete Tipps, sein Essverhalten ein bisschen, aber doch beeinflussend zu veraendern. Der Kochworkshop heute und der Computerworkshop morgen muessen wohl ausfallen.

Ansonsten fliegt morgen Simon wieder zurueck nach Frankreich, letzt Woche ging Ana als erste aus der Wohnung. Nun ja, vorausgesetzt, sie lassen ihn fliegen mit seiner Grippe… Auf jeden Fall habe ich geplant, dann sein Zimmer zu uebernehmen, also vom rechten Teil des Hauses, wo Hannes und ich mit den zwei Hausbesitzern gewohnt haben, in den linken Teil zu ziehen, wo die ganzen auslaendischen Studenten wohnen, mit denen ich schon gute Freundschaften schliessen konnte.

Nun muss es uns allen aber erst einmal besser gehen. Ich schicke liebe Gruesse nach Deutschland und alle andere Teile der Welt, wo mein Blog noch gelesen wird und koche mir jetzt einen Tee.

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Trabajo

17. Juni 2009 · 1 Kommentar

So. Nun habe ich schon seit einiger Zeit nichts mehr auf meinem Blog geschrieben, tut mir leid! Daher moechte ich jetzt einen Einblick in die aktuelle Arbeit bei Un techo para Chile geben.

Ich selbst arbeite weiterhin in zur Zeit vier verschiedenen Campamentos. In dem einen lerne ich zweimal die Woche als Tutor zusammen mit Jano, der 13 Jahre alt ist. Dort versuche ich auch einmal die Woche, den Kindern Jonglieren beizubringen. Bei einigen klappt es schon gut, aber einige sind auch wirklich noch zu jung. Da es inzwischen schon echt kalt ist und es in Zukunft auch oefter regnen wird, wird das in Zukunft schwieriger sein, da wir das immer draussen gemacht haben. In einem weiteren Campamento gebe ich (samstags frueh und zwei Stunden Anfahrt!) einen Computerkurs, Basics in Word, Excel usw. Ausserdem gebe ich in zwei weiteren Campamentos jeweils einen Kochkurs. Den halte ich fuer wichtig, da ich den Leuten zum einen neue, auch aus anderen Laendern stammende Rezepte beibringen moechte und zum anderen eine gesunde und trotzdem erschwingliche Ernaehrung zu vermitteln. Am Freitag erzaehlten mir die Teilnehmerinnen (es sind nur Frauen, leider habe ich es nicht geschafft, Maenner zu motivieren, der Machismo ist hier halt doch ziemlich stark verbreitet…) des einen Kurses, wie sehr sie ihre Essgewohnheiten bereits geaendert haben. Es hat mich erstaunt, wie viel es war, und tat richtig gut, eine kleine Veraenderung im Ganzen zu sehen.

Das Hauptprojekt von UTPCH ist neben der Arbeit in den Campamentos die „Vivienda definitiva“. Im Konkreten ist das der zweite Schritt des Bauprogramms fuer die Familien aus den Campamentos, die Mediaguas, die Holzhaeuser, sind nur als Notunterkunft gedacht. Bis Ende 2010, so habe ich gehoert, werden ca. 5.000 der zur Zeit 28.000 in Campamentos lebenden Familien in feste Haeuser umziehen koennen. Ein hartes, sehr langes Sparen von insgesamt 550.000 Pesos (ca. 700 Euro, unglaublich viel fuer Leute aus dem Campamento) geht dem jahrelangen Traum voraus. Ich kann leider „nur“ bei der Grundsteinlegung einiger Bauprojekte dabei sein, nicht bei der Uebergabe. Dennoch merke ich, wie ungeduldig viele ihre eigenen Wohnungen erwarten. Absolut verstaendlich, es wird gerade richtig ungemuetlich, in der Nacht bitterkalt (siehe „Frí0″). Ich hoffe nur, dass sich die Familien nach dem Umzug in die fertigen Haeuser nicht gegenseitig abschotten, sondern eine gemeinsame Atmosphaere bewahren. Dazu finde ich den Satz oben auf der Seite http://www.untechoparachile.cl/static/queHacemos/viviendaDefinitiva.html ziemlich wichtig, er sagt: „Das Ziel ist nicht die „endgültige Wohnung/Wohnstaette“, sondern das Viertel. Es ist eine organisierte Gemeinschaft, welche vor der Straffaelligkeit und Drogen schuetzen kann.“

In ganz Santiago sehe ich des oefteren Plakate von UTPCH, auf denen um Spenden gebeten wird. Am ersten Juli-Wochenende werden wir in der Fussgaengerzone spenden sammeln (Motto: „Mil pesos, mil gracias“).

Vom 17. bis zum 27. Juli stehen die „trabajos de invierno“ an, der Bau von Mediaguas in der an Santiago angrenzenden 5. Region. Dabei werden wir auch in Mediaguas schlafen und erfahren wie bitterkalt es in diesen Notunterkuenften im Winter ist. Daher eine Erfahrung, die ich unbedingt noch machen will.

Das war ein Einblick in die wichtigsten Punkte der aktuellen Arbeit bei und von UTPCH, damit ihr auch darueber informiert seid.

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Frío

16. Juni 2009 · 1 Kommentar

Es wird kalt… Brrrr! Vor allem nachts wird es bitterkalt (8 Grad). In Chile gibt es in den meisten Haeusern keine Heizung und daher ist es drinnen so kalt wie draussen, das ist das Schlimme. Und ich wohne noch in einem Steinhaus, nicht wie die Menschen in den Campamentos in absolut unisolierten Holzhuetten… Wir haben zum Glueck einen Holzofen, der wird wohl bald angeschmissen, wenn nachts die dicke Wolldecke nicht mehr reicht. Gestern Abend konnte ich in meinem Zimmer den Hauch meines Atems sehen, das habe ich noch nie erlebt!

Nun ist zu allem Ueberfluss von heute Abend bis Samstag eine Regenperiode vorhergesagt, bei 0 Grad nachts. Danach werden die Wege in den Campamentos wohl verschlammt bis absolut unter Wasser stehend sein. Ich mache mir Sorgen um die Situation dort…

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Fui a bucear

26. Mai 2009 · 2 Kommentare

So, nun einmal etwas Anderes. Ich habe dieses Wochenende endlich meinen „Open Water Diver“-Kurs fertig gemacht. Ursprünglich im Dezember angefangen hatte ich damals Probleme, Druckausgleich zu machen (was bei den Wassermassen über einem unbedingt nötig ist). Nun klappte es dieses Wochenende und ich möchte euch einige Fotos nicht vorenthalten:

Tauchen-1

Wer findet den kleinen Krebs?

Tauchen-2

Eine ziemlich komische Pflanze, die auf einer ziemlich komischen anderen Pflanze wächst.

Tauchen-3

Tauchen-4

Beim Untersuchen eines Schiffswracks.

Tauchen-5

Wie man sehen kann, war das Wetter nicht perfekt. Auch gab es teilweise recht große Strömung unter Wasser. Aber es war trotzdem klasse!

In den nächsten Artikeln möchte ich euch von meinem aktuellen Arbeitsleben berichten. Außerdem fehlt meiner Meinung nach noch eine Liste von Dingen, die man hier selten sieht. Als Kontrast zur ersten Liste. Und als weiterer Einblick in die chilenische Kultur.

Bis bald!

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